Heute im Fruchthandel

Der EU-Großhandel mit Obst und Gemüse bleibt fragmentiert. Große Unternehmen setzen auf Skalierung, kleinere auf Spezialisierung. Steigende Beschaffungsrisiken erhöhen den Druck auf die Branche.
Weitere Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung stehen bereits bevor und stellen Unternehmen vor zusätzliche Herausforderungen. Besonders unklare Vorgaben und Ausnahmen erschweren dem Fruchthandel die langfristige Planung, dennoch sollten sich Unternehmen frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinandersetzen.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stellt bis zu 9,5 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Automatisierung und Robotik in der Landwirtschaft bereit. Auch der Obst- und Gemüsebau soll von den neuen Technologien profitieren, die Arbeitsabläufe effizienter gestalten und Betriebe angesichts steigender Kosten und des Arbeitskräftemangels entlasten können.
Die QS-Akademie vermittelt am 13. und 14. Oktober 2026 in Bonn Grundlagen der Auditierung in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Der zweitägige Workshop richtet sich insbesondere an angehende Auditoren und vermittelt praxisnah Auditmethoden und -techniken nach DIN EN ISO 19011:2018.
Pentz erweitert seine Ready-Cut-Produktion mit einer neuen KRONEN-Linie. Sie übernimmt das Waschen, Trocknen und portionsweise Verpacken von bis zu sieben Tonnen Blattsalat täglich. Im Fokus stehen Hygiene und flexible Produktwechsel.

Themenspecial

Der Deutsche Obst & Gemüse Kongress (DOGK)

Der Deutsche Obst & Gemüse Kongress, fest etablierter Treffpunkt der Branche, geht 2026 mit einem neuen Konzept an den Start: Eine Halle statt getrennter Bereiche, drei Bühnen, ein Marktplatz. Am 21. und 22. September treffen sich in Düsseldorf wieder Entscheiderinnen und Entscheider der gesamten Wertschöpfungskette, von Erzeugern über Handel bis zum Lebensmitteleinzelhandel.

Dieses Themenspecial bündelt alle Neuigkeiten rund um den Kongress: Wer steht auf der Bühne? Was hat sich am neuen Raumkonzept geändert? Und welche Themen bewegen die Branche gerade am meisten, von PPWR über Retail Media bis zu den Erwartungen der Kundinnen und Kunden von morgen?

Beim „Tag der Häfen“ der Allianz Deutsche Häfen diskutierten Vertreter aus Politik, Industrie, Handel und Hafenwirtschaft über die Bedeutung leistungsfähiger See- und Binnenhäfen für sichere Lieferketten und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Im Mittelpunkt standen notwendige Investitionen in Hafen-, Straßen-, Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur sowie die Forderung nach einer engeren Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Hafenstandorten.
Die Hektarerträge beim Baumobst in Thüringen fielen 2026 überwiegend unterdurchschnittlich aus. Nur Süß- und Sauerkirschen bildeten eine Ausnahme, wie das Thüringer Landesamt für Statistik zum Landeserntedankfest mitteilte.
Marokko bezieht Äpfel und Birnen u.a. aus der EU. Noch deutlich höher liegen die Importwerte bei Datteln. Ein aktueller USDA/FAS-Bericht gibt Einblicke in die Fruchtimporte und die Entwicklung des Lebensmittelhandels im Land.
Die österreichische Kartoffelernte fällt 2026 aufgrund von Hitze und Trockenheit deutlich kleiner aus als im Vorjahr und liegt weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Zusätzlich verschärft der Drahtwurm die Situation, während die Branche vor Importdruck warnt und langfristige Lösungen für die Wasserversorgung fordert.

Aktuell im Fruchthandel Magazin

In der neuen Ausgabe des Fruchthandel Magazins blicken wir ausführlich auf den DOGK 2026 zurück. Im Fokus stehen die Entwicklungen im Obst- und Gemüsemarkt, aktuelle Verbrauchererwartungen und die Rolle neuer Technologien.

Weitere Themen im Heft:

  • Märkte, Innovation und Automatisierung in der Pilzbranche
  • Fresh Convenience zwischen Klimawandel, Züchtung und Verarbeitung
  • Aktuelle Entwicklungen aus Flandern, Polen und Südafrika
  • Feigen, Birnen und Kirschen im Fokus
Titelbild der Ausgabe 21/26 des Fruchthandel Magazins

Themenplan

Oktober

Nr. 22 Erscheint am: 16.10.2026 Anzeigenschluss: 06.10.2026
  • Herbst/Winter-Gemüsesaison Spanien
  • Bananen
  • Salate und Herbstprodukte aus Frankreich
  • Frischepartner Niederlande
  • Produkte im Trend: Möhren
Brasilien exportierte im September weniger Früchte und Nüsse als im Vorjahresmonat. Höhere Preise ließen den Exportwert dennoch steigen. Die Europäische Union ist laut Abrafrutas der wichtigste Absatzmarkt für brasilianische Früchte.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) lehnt die geplante Einführung einer nationalen Plastiksteuer entschieden ab. Der Verband warnt vor zusätzlichen finanziellen und bürokratischen Belastungen für Handelsunternehmen und fordert stattdessen, bestehende Regelungen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und unnötige Bürokratie abzubauen.
Fairtrade erhöht die Mindestpreise für Bananen ab 2027. Gründe sind steigende Kosten, Klimarisiken und Krankheiten. Die Preise sollen nachhaltige Produktion sichern und Produzenten besser vor globalen Krisen schützen.
Steigende Kosten beschäftigen die Aussteller auf der Fruit Attraction. Zugleich setzen sie auf Produkte und weiteres Wachstum. Unsere Redakteurin Christine Weiser sprach in Madrid u.a. über Innovationen, Transportpläne und das Apfelprogramm Adore™.
Mangold bringt Farbe in das Gemüseregal. Doch was unterscheidet Stiel- und Blattmangold, und wie bleibt die Ware frisch? Die Warenkunde in Ausgabe 22/2026 des Fruchthandel Magazins bietet Einblicke in Sorten, Anbau, Qualität und Lagerung.
Mit Aktionen rund um den 8. Oktober macht die Bundesfachgruppe Obstbau auf die wirtschaftlichen Herausforderungen aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen steigende Produktionskosten, unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen und politische Vorschläge zur Stärkung der heimischen Obstproduktion.
Nudging gestaltet die Ernährungsumgebung so, dass gesunde Entscheidungen wahrscheinlicher werden. Dabei geht es nicht um Zwang, sondern darum, Angebote und Informationen gezielt so zu gestalten, dass sie Verhalten beeinflussen.
Der BGL begrüßt die von der Bundesregierung geplanten Schritte zur Staatsmodernisierung und sieht darin wichtige Entlastungen für die mittelständische Transportwirtschaft. Im Fokus stehen unter anderem ein zentrales i-Kfz-Portal, weniger regelmäßige Führerscheinkontrollen sowie digitale Fahrzeug- und Führerscheindokumente.
Der weltweite Avocado-Markt wächst weiter und auch Europa bietet mit steigenden Verbrauchsmengen weiteres Potenzial. Gleichzeitig sorgen mehr Herkunftsländer, komplexere Lieferstrukturen und unterschiedliche Verbrauchergruppen für neue Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette.
Tafeltrauben und Heidelbeeren gehören zu Namibias Exportprodukten für die EU. Insgesamt gehen 54,3 % der Obst- und Gemüseexporte dorthin. Ein aktueller Bericht zeigt, welche Rolle der europäische Markt für das Exportsektor spielt.
Hapag-Lloyd baut seine Präsenz in Afrika mit neuen Standorten in Namibia, Ruanda und Burundi aus. Mit Büros in Walvis Bay und Kigali stärkt der Logistikkonzern die lokale Kundenbetreuung und die Anbindung der Märkte an sein regionales und globales Netzwerk.
Der BGA spricht sich für gezielte Maßnahmen gegen unfairen Wettbewerb aus und warnt vor neuen Handelsbarrieren. Handelsschutz müsse verhältnismäßig bleiben und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft nicht schwächen.
El Niño kann Neuseelands Obst- und Gemüsebau durch Hitze und Trockenheit treffen. Der Branchenverband HortNZ fordert eine nationale Wasserstrategie, regionale Speicher und verlässliche Bedingungen für Investitionen in die Zukunft.
Was Verbraucher von Tomaten erwarten, entscheidet sich nicht erst in der Züchtung, sondern zunehmend auch am Point of Sale. Eine von Enza Zaden in Auftrag gegebene Verbraucherstudie zeigt, wo Potenzial für eine stärkere Differenzierung von Tomatentypen und eine verbraucherorientierte Sortenentwicklung liegt.
Die deutsche Obst- und Gemüsewirtschaft zeigt auf der Fruit Attraction in Madrid Präsenz: 21 Unternehmen beteiligen sich am bislang größten German Pavillon. Neben internationalen Geschäftskontakten nutzt die BVEO den Messeauftritt, um auf die Wettbewerbsbedingungen und Herausforderungen der heimischen Produktion aufmerksam zu machen.
Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe erwarten 2026 eine Baumobsternte von rund 36.200 t – 32 % weniger als im starken Vorjahr und 24 % unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025. Deutlich fallen die Rückgänge bei Äpfeln und Süßkirschen aus.
Nature’s Pride erneuert den Markenauftritt von EAT ME. Das neue Design bewahrt die violette Markenfarbe und setzt stärker auf Inspiration und Genuss. Die Umstellung startet in KW 45 und wird 2027 schrittweise ausgeweitet.
Die Kanzi®-Saison war von Wetterextremen geprägt, dennoch steht die Fruchtqualität im Fokus. Ab Oktober 2026 stärkt eine neue Kampagne mit Film und Social Media die Marke und den „Kanzi®-Club“.
Wissam Badr, Leiter Finanzen bei KRONEN, hat zum 1. August 2026 Prokura erhalten und ist Mitglied der Geschäftsleitung. Der 38-Jährige arbeitet seit 2011 im Unternehmen und ergänzt das Führungsteam um seine Erfahrung im Finanzwesen.
Hongkongs Lebensmittelhändler bauen ihre Direktbeschaffung aus und setzen auf Rabattaktionen. Laut USDA verschärft sich der Wettbewerb. Die Frischobstimporte gingen 2025 wertmäßig zurück, während die Nussimporte 2026 klar stiegen.
Das „Forum Proteine der Zukunft auf den Teller“ fordert verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Markteinführung alternativer Proteine. Bei der Übergabe des Positionspapiers an Bundesminister Alois Rainer ging es um Forschungsförderung, Innovationen und wirtschaftliche Chancen.
Lidl Spanien hat im Geschäftsjahr 2025 mehr als 2 Mio t spanisches Obst und Gemüse eingekauft: nach eigenen Angaben eine Rekordmenge. Davon gingen 81 % in andere europäische Länder. Die Kette baut nun die Lieferantenförderung aus.
Martina Hörmann ist für ihr langjähriges Engagement für den Erhalt der Streuobstwiesen, den Naturschutz und den ländlichen Raum mit der Staatsmedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.
Über das EU-Schulprogramm erhielten Kinder im Schuljahr 2024/25 61.570 t frisches Obst und Gemüse. Die Europäische Kommission schlägt vor, das Programm fortzuführen und den Mitgliedstaaten mehr Spielraum in der Umsetzung zu geben.